Produktdaten nach Amazon bekommen

Produktdaten einfach nach Amazon bekommen

Jeder Marktplatz ist anders und hat seine eigenen Anforderungen an Ihre Produktdaten. Dies betrifft auch den Amazon Marketplace. Als Händler auf Amazon müssen Sie einige Herausforderungen bei Ihren Prozessen meistern. So müssen Sie z. B. Ihre Produktdaten aktuell halten und richtig aufbereiten oder auch Bestellungen aus Amazon in Ihre internen Systeme (ERP) bekommen.

In der Praxis werden diese Prozesse häufig noch manuell und händisch gelöst. Wie Sie Produktdaten einfach und automatisiert nach Amazon bekommen, lesen Sie daher hier.

 

Was ist der Amazon Marketplace

Der Amazon Marketplace zählt zu den größten Online-Marktplätzen weltweit. Als Firma können Sie dort also unabhängig Ihre Produkte vertreiben und gleichzeitig die hohe Reichweite von Amazon nutzen. Sie können Ihre Produkte direkt über Amazon verkaufen. Käufer bemerken keinen Unterschied zum „gewohnten Bestellprozess“ direkt über Amazon.

Dabei können Sie entweder als Seller oder als Vendor Ihre Produkte auf Amazon zu vertreiben. Seller sind Personen oder Unternehmen, die ihre eigenen Produkte auf Amazon anbieten, während Vendors Hersteller oder Großhändler sind, die direkt an Amazon verkaufen und deren Produkte als “Verkauf und Versand durch Amazon” gekennzeichnet sind.

Mittlerweile stammen rund 49 % der versendeten Produkte auf Amazon von Händlern. Die Reichweite von Amazon beträgt allein in Deutschland rund 44 Millionen Nutzer. Als Händler haben Sie dadurch die Chance auf ein enormes Umsatzpotenzial.

Das klingt erstmal sehr verlockend. Allerdings dürfen Sie die Aufwände im Produktdaten,-/Bestelldatenmanagement (wie bei jedem neuen Absatzkanal) nicht außer Acht lassen. Nur so können Sie Ihre Umsatzziele nachhaltig erreichen.

 

Produktdatenmanagement-Herausforderungen auf Amazon

Welche Herausforderung gilt es für Sie zu meistern, wenn Sie auf Amazon als Händler tätig werden.

Datenaufbereitung

Wenn Sie viele Produkte über Amazon vertreiben, ist eine händische Aufbereitung der Daten nicht mehr wirtschaftlich. Daher sollten Sie über Automatisierungen zu Ihrem PIM/ERP nachdenken, um Automatisierungen voranzutreiben.

 

Schnelle Bestellabwicklung

Sollte es neben Ihnen mehrere Anbieter eines gleichen Produktes auf Amazon geben, sollten Sie so früh wie möglich versuchen sich die Buy Box zu sichern. Die Buy Box ist der Bereich rechts auf der Produktseite und gehört zum sichtbarsten Bereich.

Position der Amazon Buy Box

 

Denn wenn der Amazon Nutzer den Artikel direkt in seinen Einkaufswagen liegt, kauft er das Produkt vom Anbieter, der die Buy Box gewonnen hat. Nur einer erhält dabei die Buy Box, die restlichen Anbieter werden sehr unscheinbar weiter unten angezeigt

Anbieter außerhalb der Buy Boy

Daher ist es also von entscheidender Bedeutung für Ihren Erfolg, in die Buy Box von Amazon zu kommen. Wer in die Buy Box kommt, entscheidet Amazon über einen Algorithmus. Neben Preis und positiver Bewertungen fließt auch eine schnelle Bestellabwicklung / Lieferung in das Ranking um die Buy Box. Folglich sollten Sie die Thematik der Bestellabwicklung nicht außer Acht lassen. Bestelldaten sollten automatisiert von Amazon in Ihre internen Systeme gelangen und von dort aus an die zuständigen Abteilungen (Kommissionierung, Logistik, etc.) weitergeleitet werden. Rechnungen und Lagerbestände müssen zwangsläufig automatisiert zwischen internen Systemen und Amazon kommuniziert werden. Nichts ist für einen Kunden ärgerlicher, als Produkte, die nicht mehr lieferbar sind, weil die Lagerbestände falsche Daten aufweisen.

 

Aktuelle Daten

Nicht nur Lagerbestände müssen somit aktuell gehalten werden, sondern auch Ihre Produkte und deren Daten. Denn ohne, falsche oder nicht-aussagekräftige Produktdaten werden Ihre Produkte nicht über die Suche Ihrer potenziellen Kunden bei Amazon gefunden. Umso wichtiger ist es, dass Ihre Produktdaten aktuell und vollständig sind – am besten erfolgen Echtzeit-Aktualisierungen. Halten Sie Ihre Produktdaten in Ihren internen Systemen aktuell und pflegen Sie alle für den Kunden relevante Informationen zu Ihren Produkten. Nur so gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden und legen Sie das Fundament für einen erfolgreichen Absatzkanal, sei es auf Amazon oder sonstigen Kanälen.

 

Entspanntes Produktdatenmanagement auf Amazon

Wie also meistern Sie diese Herausforderungen am besten? Am besten mit einer Schnittstellen-Lösung. Amazon bietet Ihnen dafür bietet eine Vielzahl von Schnittstellen (APIs) an. Diese ermöglichen Ihnen, Ihr Produktdaten und Lagerbestände aktuell zu halten und Ihre Bestellprozesse zu automatisieren.

 

Amazon-API – welches sind die wichtigen Schnittstellen von Amazon?

Es gibt zwei wesentliche Amazon-APIs, mit denen Sie sich im Produktdatenmanagement beschäftigen sollten:

  • Amazon Marketplace Web Service API (MWS-API)
  • Amazon Selling Partner API (SP-API)

 

Amazon Marketplace Web Service (MWS-API)

Mit der Amazon Marketplace Web Service API müssen Sie sich allerdings nur beschäftigen, wenn Sie diese aktuell angebunden haben. Denn diese Amazon-API wird ab dem 31.03.2024 nicht mehr verfügbar sein. Daher sollten Sie zeitnah auf die Amazon Selling Partner API (SP-API) umsteigen.

 

Amazon Selling Partner API (SP-API)

Die Amazon Selling Partner API oder auch Verkaufspartner API ist eine REST-basierte API. Mit dieser können Sie als Vendor oder Seller beispielsweise Daten zu Produkten, zur Bestellabwicklung und zu Lagerbeständen mit Amazon austauschen. Innerhalb der SP-API gibt es verschiedene API-Modelle für unterschiedliche Use-Case. Diese sind je nach Modell für Sellers oder Vendors verfügbar.

Folgende Module der Amazon Selling Partner API sind für Ihr eBusiness entscheidend:

Feeds-API

Mithilfe der Feeds API bringen Sie Produktdaten aus Ihren internen Systemen, wie PIM oder ERP automatisiert nach Amazon. Die Feed-API bietet Ihnen darüber hinaus eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Dadurch ist es Ihnen möglich Lagerbeständen, Bestellbestätigungen, Preise, etc. mit Amazon auszutauschen. Sie können die Feeds-API sowohl als Seller oder Vendor nutzen.

Orders-API

Über die Orders-API können Sie Informationen zur Bestellabwicklung (z.B. bestellte Artikel und Versandstatus) zwischen Amazon und Ihren internen Systemen (z.B. ERP) austauschen. Die Orders-API steht Ihnen nur als Seller zur Verfügung.

Tokens-API

Die Tokens-API bietet Ihnen eine sichere Möglichkeit, um auf personenbezogene Daten (PII) eines Kunden zuzugreifen. Dadurch senken Sie das Risiko eines Datenklau und bringen sensible Informationen, wie Rechnungs- und Lieferadresse zuverlässig in Ihre Systeme.

 

Wie wird die Amazon-API angebunden?

Sie können dazu einerseits eine feste Schnittstelle von Ihren internen Systemen (z.B. PIM, ERP oder auch Shop) zu Amazon programmieren lassen.

Wenn Sie neben Amazon noch weitere Kanäle mit Produktdaten beliefern, sollten Sie andererseits nach einer flexiblen Schnittlösung-Lösung suchen. Dadurch können Sie andere Marktplätze, eProcurement-Plattformen und Kunden mit unterschiedlichen Datenanforderungen (z.B. BMEcat 2005 mit ETIM) mit nur einer Lösung versorgen. Sie sparen sich dadurch Zeit und zusätzlichen Programmieraufwand für weitere Schnittstellen.

 

CatalogExpress als flexible Schnittstellen-Software für Amazon

Mithilfe der flexiblen Schnittstellen-Software CatalogExpress binden Sie Zielkanäle wie Amazon flexibel an.

Für die Amazon-API sind dort bereits Formatvorlagen hinterlegt. Dadurch können Sie die Feeds-API, Orders-API und Tokens-API direkt anbinden. Hierfür müssen Sie lediglich verschiedene Katalogprofile erstellen. Im nächsten Schritt binden Sie Ihre Quellen an. Dabei können Sie in CatalogExpress, Informationen aus verschiedenen Quellen miteinander kombinieren, z.B. Preisdaten aus dem ERP und Produktinformationen aus dem PIM-System (z.B. Akeneo, OMN, Pimcore, Contentserv oder Viamedici). Danach mappen Sie die Daten einmalig. Im Anschluss werden Ihre Daten automatisiert an Amazon überliefern. Sie können so Produktdaten (Product), Medien/Bilder (Images), Bestandsdaten (Inventory), Preise (Prices) und Rechnungen nach Amazon übermitteln.

Die andere Richtung, also der bidirektionale Weg von Amazon zu Ihrem ERP-System ist ebenfalls möglich. Hierdurch bringen Sie Bestellungen vom Amazon Marketplace mit CatalogExpress in Ihre Systeme.

Unterstützend ist es mit termingesteuerten Prozessen möglich, Daten in Echtzeit oder beliebigen Zeitintervallen zu aktualisieren. CatalogExpress fungiert dabei wie eine Brücke zwischen den Systemen. Sie können Produktdaten nach Amazon übermitteln und auch Bestelldaten von Amazon problemlos in Ihre Systeme bekommen.

Durch das Cloud Ready-System garantiert Ihnen CatalogExpress eine hohe Performance. Selbst Millionen von Produktdaten stellen kein Problem dar.

 

Omnichannel-Vertrieb mit CatalogExpress

CatalogExpress lässt sich als Omnichannel-Software flexibel auf jeden Zielkanal anpassen.

So können Sie Daten ganz einfach mit eProcurement-Plattformen, Marktplätzen wie Conrad, Kundensystemen, Shopsystemen wie Shopware oder auch in einem bestimmten Format wie FAB-DIS, Datanorm oder als BMEcat mit ETIM austauschen. Es gibt nahezu nichts, was nicht möglich ist.

Je nach Anforderungsprofil wählen Sie dabei zwischen verschiedenen Leistungspaketen innerhalb von CatalogExpress. So können Sie CatalogExpress beispielsweise vollumfänglich oder als reine Pure-Lösung für Amazon nutzen. Sie haben jederzeit die volle Flexibilität, in welchem Umfang Sie CatalogExpress einsetzen möchten.

 

Jetzt Amazon-API anbinden!

Sie sind auf der Suche nach einer flexiblen Schnittstellen-Software, um Ihre Produktdaten einfach nach Amazon oder andere Zielkanäle zu bekommen. Dann lernen Sie CatalogExpress unverbindlich kennen. Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Beratungsgespräch herausfinden, wie Sie mit CatalogExpress Ihre Datenmanagement-Prozesse optimieren und automatisieren können.

Wer hat‘s geschrieben?
Julia Neuhäuser
julia.neuhaeuser@nexoma.de

Julia ist seit März 2022 in unserem Marketingteam. Als Bachelor of Arts im Dienstleistungsmarketing versorgt Julia euch u. a. mit Inhalten zu Marketingthemen, Success-Storys und zur NEXIpedia.