Content Supply Chain

Konzept des eBusiness: die Content Supply Chain

Konzept des eBusiness: Content Supply Chain  

Was versteht man unter einer Supply Chain?  

“nexoma” konzentriert sich mit der sogenannten „Content Supply Chain“ auf die Prozesse der zugehörigen Produktdaten und -informationen. Mit Hilfe der Content Supply Chain können abteilungs- und unternehmensübergreifend die entsprechenden Prozesse nachvollziehbar für alle Mitarbeiter dargestellt werden. 

Die Content Supply Chain ist abgeleitet von der klassischen Supply Chain (dt. Lieferkette), die den gesamten Prozess von der Rohstoffgewinnung bis hin zur Ankunft der Produkte und Dienstleistungen beim Endverbraucher umfasst. Angefangen bei der Beschaffung der Rohstoffe zur Herstellung, sind ebenso die Produktion, wie auch der Vertrieb der Produkte Teil der klassischen Supply Chain. Da die Produkte im Laufe der Verarbeitung an Wert gewinnen, spricht man auch von einer Wertschöpfungskette. 

Auch Produktdaten und Informationen durchlaufen in der Liefer- und Wertschöpfungskette der Produkte unterschiedlichste Bereiche, in denen sie benötigt und eingesetzt werden. Daher lässt sich die Content Supply Chain als Konzept des eBusiness in 3 Prozessschritte unterteilen: Datenbeschaffung, Datenveredelung und Datendistribution. 

Datenbeschaffung und Data Onboarding 

Zu jedem Produkt gibt es schon zu Beginn in der Forschung und Entwicklung oder vom herstellenden Lieferanten unzählige Daten und Informationen. Dazu gehören zum Beispiel Produkttexte, technische Informationen, Logistikdaten, aber auch Assets wie Datenblätter, Bilder, Videos und auch Preise. Zusätzlich geben außerdem Klassifikationen, Datenstandards und Anforderungen von Kunden und Märkten vor, welche Produktinformationen erwartet werden. 

Bevor die Produktdaten überhaupt in die eigenen Systeme gelangen, muss der Datenaustausch zwischen Hersteller/ Lieferanten und Datenempfänger stattfinden. Dieser gestaltet sich oft sehr komplex, da die gelieferten Daten oft unterschiedlichste Formate und Dateien, wie BMEcat, EXCEL oder CSV, und verschiedenen Klassifikationen, wie ETIM oder ECLASS haben. Oft fehlt den Datenempfängern dann die Möglichkeit, die zugespielten Daten überhaupt verarbeiten zu können.  

Das Prüfen, Aufbereiten und Einspielen dieser Daten in die vorhandenen Systeme (z. B. PIM oder ERP) ist sehr mühselig, zeitaufwendig und kostenintensiv.   

Das Lieferantenportal Supplier-Portal von nexoma übernimmt diese Schritte automatisch. Im ersten Schritt, dem Lieferantenonboarding, werden sowohl die Produktdaten des Lieferanten als auch die Unternehmensdaten und Ansprechpartner aufgenommen. Im Anschluss (zweiter Schritt) erfolgt dann der Data Quality Check. Hier durchlaufen die Daten eine Prüfung, sowohl auf Qualität als auch Quantität. Der Lieferant bekommt ein direktes Feedback, welche Daten überarbeitet werden müssen oder noch fehlen. Im letzten Schritt kann der Empfänger dann auswählen, welche Daten ins eigene System überspielt werden sollen. Dafür werden die Daten in die richtige Struktur und das passende Format gebracht, welches die eigenen Systeme importieren können. 

Datenveredelung und Produktdatenmanagement  

Um all diese Informationen effizient und ressourcenschonend einpflegen, verwalten und aufbereiten zu können, werden PIM-Systeme wie z. B. Pimcore genutzt. Diese sammeln die Daten und Informationen aus unterschiedlichen Quellen ein und verarbeiten sie. Hier werden alle Produktdaten konsistent, vollständig und qualitativ hochwertig gespeichert und können weiterverarbeitet werden. Ein PIM-System stellt somit den Single Point of Truth, also die zentrale Stelle, an der die Kriterien an die Qualität und Quantität der Artikel- und Produktdaten erfüllt sind.  

Denn die dort gepflegten Informationen sind für den eCommerce aber eben auch alle anderen nachgelagerten Stufen der Content Supply Chain entscheidend. Das können unter anderem Keywords für Marktplätze, Klassifikationen für Branchenstandards, reiner Marketing-Content wie Kataloge oder Preislisten für definierte Kunden sein.  

Datendistribution und Product Data Syndication 

Jeder Kunde bzw. jedes System hat unterschiedliche Ansprüche an die Daten, daher ist eine passgenaue und individuelle Aufbereitung wichtig. Hier kommt die Software CatalogExpress ins Spiel. CatalogExpress sammelt Artikel- und Produktdaten, sowie Preise und Bestandsdaten aus unterschiedlichsten Quellsystemen wie PIM oder ERP ein und bereitet diese automatisch in das geforderte Format auf. Auf Knopfdruck können individuelle Excel, BMEcat oder CSV Dateien, unter der Berücksichtigung von Klassifikation wie ETIM oder ECLASS für elektronische Kataloge erstellt werden. Ebenso kann die Marktplatzanbindung und Datenbereitstellung an Kunden automatisiert und zeitgesteuert erfolgen.  

Doch Daten werden nicht nur online, sondern auch in Print- und Publishingmedien benötigt. Zwar werden Produkte heutzutage vermehrt online vertrieben, wenn sie jedoch in den klassischen Medien eingesetzt werden, erfolgt dies deutlich zielgenauer. Den Kunden werden nur noch die Produkte angezeigt, die ihn auch wirklich interessieren. 

Dank der Printautomatisierung werden die benötigten Daten aus den PIM-, ERP-, oder DAM-Systemen gezogen. Dadurch ist gesichert, dass Kataloge, Flyer und Broschüren immer mit den aktuellen Informationen und Daten zu den jeweiligen Produkten versorgt sind. Dies spart sowohl Produktionszeit als auch Kosten und steigert zudem die Chancen auf eine bessere Marktplatzierung.  

Ein spannendes Video zu unserer Content Supply Chain finden Sie auch auf unserem Youtube-Kanal!

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