PDM

PDM (Produktdaten-Management)

Das Produktdatenmanagement (kurz: PDM, engl.: Product Data Management) befasst sich mit der zentralen Verwaltung aller prozessbezogenen Informationen und Produktdaten, welche in einem Produktlebenszyklus anfallen können. Neben den Informationen rund um das Produkt, wie Maße, Farbe, Marke, technische Informationen etc. werden außerdem auch CAD-Daten, Modelle, Hinweise über z. B. Gefahrgut, Fertigungsanweisungen, Produktanforderungen, Teileinformationen sowie Informationen zur Logistik erfasst und gespeichert. 

In der Regel wird die Datenverwaltung durch eine Software – einem sog. PDM-System – unterstützt. Im Product Lifecycle Management (PLM) spielt es dabei eine zentrale Rolle. Häufig werden PIM und PDM gleichbedeutend eingesetzt. Der Unterschied liegt jedoch in den Adressaten der Systeme. Wo ein PDM vornehmlich auf die internen Adressaten abzielt, fokussiert sich ein PIM-System stärker auf unternehmensfremde Daten.  

Die Produktdaten kommen hierbei oftmals aus vorgelagerten Systemen. Dazu gehören: 

  • CAD-Systeme (Computer Aided Design) 
  • PPS-Systeme (Produktions-Planung und Steuerung) 
  • ERP-Systeme (Enterprise Ressource Planning, Warenwirtschaft) 
  • DAM-Systeme (Digital Asset Management) 
  • Knowledge-Management-Systeme 
  • Sonstige Datenbanksysteme 

Das PDM kann diese zentral gespeicherten Daten dann an nachgelagerte Systeme wie die folgenden weitergeben. 

  • PIM (Product Information Management) 
  • CRM (Customer Relationship Management) 
  • Projektmanagement Systeme 
  • CMS (Content Management System) 

Mitte der 80er Jahre kamen die ersten PDM-Systeme auf den Markt. Bis heute sind die Anforderungen an solche Lösungen stetig gewachsen und nicht mehr aus den digitalen Geschäftsprozessen wegzudenken. Denn immer kurzfristiger müssen brandaktuelle und vollständige Daten geliefert und z. B. auf Marktplätzen oder in Portalen bereitgestellt werden. Ein optimales Produktdatenmanagement verschafft dem Unternehmen Marktwachstum und Umsatzsteigerungen.